Exkursion nach Straubing von Mitgliedern des ADFC - OG Miesbach
Kennenlernen von innovativen Radverkehrsmaßnahmen in Straubing
Dr. Klaus Wörle und Regine Wörle (ADFC-Aktive im Vorstand des ADFC Regensburg) führten uns durch Straubing und zeigten uns die vielen innovativen Radverkehrsmaßnahmen.
Wir - das sind 7 ADFC-Mitglieder der OG Miesbach - Birgit Hacklinger (AK Rad Miesbach), Katharina Stiller (Gemeinderätin Hausham), Kick van Walbeek (Stadträtin Miesbach), Gertraud Bügler (ADFC OG Miesbach), Martin Ritzinger (AK Rad Miesbach), Franz Pazier (ADFC KV Vorstand) und Stefanie Wegerhoff (ADFC KV Vorstand)
Mit geliehenen Fahrrädern wurden u.a. folgende radspezifische Maßnahmen erkundet:
Fahrradzone im Stadtteil südlich der Trabrennbahn (Wilhelm-Busch-Str. / Von-Kleist-Str. / Roseggerstr. / …)
Ein ganzer Stadtteil wurde hier als Fahrradzone ausgewiesen. Hier gelten die gleichen Regeln wie in einer Fahrradstraße. Ziel war es vor allem, den motorisierten Durchgangs- / Schleichverkehr aus dem Stadtteil zu verbannen. Lt. Aussage von Klaus und Regine Wörle ist dies gelungen. Die Straßen sind für den motorisierten Verkehr nur für Anlieger zu befahren.
Fahrradstraße mit Zusatzschild Anlieger frei.
Mehrere Straßen in Straubing sind als Fahrradstraßen ausgewiesen. Sie sind jeweils für Anlieger mit dem Auto freigegeben. (u.a. Wolfwiesenstr. / Tulpenstr. / Fliederweg). Auffällig ist die gute Sichtbarkeit durch Straßenschilder und Piktogrammen auf dem Straßenbelag.
Radweg am Allachbach
Durchgehende Radwegverbindung von West nach Ost durch die gesamte Stadt. Besonderheit: Durchgängig vorfahrtsberechtigt für Radfahrer, d.h. bei kreuzenden Nebenstraßen haben Autofahrer die Vorfahrt der Radler zu beachten. Durch klare Bodenkennzeichnung (rote Furten incl. Haifischzähnen) ist dies sicher erkennbar. Auch bei Hochwasser ist der Weg befahrbar, da bei Brücken eine Troglösung verbaut wurde. Entstanden ist dieser Radweg im Rahmen der Renaturierung des Baches, gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative. Entlang des Bachlaufes wurden lauschige Sitzgelegenheiten und Magerwiesen voller Blüten angelegt.
Eine grünes Band quer durch die Stadt!
Nawareum
Kurzbesuch im neuen Mitmachmuseum zum Thema Nachhaltigkeit (Zukunft nachhaltig gestalten)
Besuch der Innenstadt
Neben vielen Abstellmöglichkeiten im Freien hat die Stadt Straubing in einem leer stehenden Geschäftsgebäude ein kleines Fahrradparkhaus eingerichtet.
Fahrradabstellanlage am Bahnhof
Am Ende der Exkursion führte noch ein Abstecher zur neuen Abstellanlage am Straubinger Bahnhof, im Rahmen der Bike+Ride Offensive, gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative.
Daneben wurde der alte St. Peter - Friedhof besichtigt und viele radspezifische Themen mit den Aktiven des ADFC Regensburg ausführlich besprochen. Es wurde betont, dass sich der amtierende Bürgermeister von Straubing, Hr. Pannermayr von der CSU, bislang stets sehr offen dafür gezeigt hat, neue radspezifische Maßnahmen wie Fahrradstraßen und – zonen einfach mal auszuprobieren. Die Akzeptanz in der Bevölkerung gegenüber diesen Maßnahmen ist vorhanden.
Fazit: Die in Straubing umgesetzten Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur zeigen, dass es sich lohnt, Neues auszuprobieren. Dank Fahrradstraßen und –zonen, geänderten Vorfahrtsregelungen, aufwendigen baulichen Maßnahmen, Fahrradstreifen und –wegen und weiteren Regelungen ist das Radfahren in der Stadt einfacher und sicherer geworden.
Danke an Gertraud Bügler für die Organisation
Verfasser: Franz Pazier (ADFC, OG Miesbach)