Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Miesbach

Sternfahrt nach München am 14.06.2026

Rund 10.000 Menschen haben am 14.06.2026 bei der Radsternfahrt des ADFC München die Straßen der bayerischen Landeshauptstadt auf zwei Rädern in Beschlag genommen.

Sternfahrt München
Sternfahrt München © ADFC München

14 polizeibegleitete Demozüge aus der gesamten Metropolregion rollten auf den Königsplatz. Erstmals nahm mit Dominik Krause ein Münchner Oberbürgermeister an der Sternfahrt teil und radelte mit zum Königsplatz. Dort sprach er ein Grußwort bei der Abschlusskundgebung.

Von Holzkirchen zum Königsplatz
Am Vormittag machten sich 80 Radfahrende aus Holzkirchen auf den Weg. Unterwegs vereinigten sich die Radl-Kolonnen zu immer dichter werdenden Strömen, die über den für den Kfz-Verkehr gesperrten Mittleren Ring zum Königsplatz rollten. Unter den tausenden Teilnehmenden waren erneut zahlreiche Familien mit Kindern, viele mit Lastenrädern und Anhängern. Ab 15:30 Uhr feierten alle gemeinsam auf dem Königsplatz mit Musik, Redebeiträgen und einem bunten Bühnenprogramm den Abschluss der Demonstration.

Andreas Schön, 1. Vorsitzender ADFC München, sagt: „10.000 Radfahrende haben heute gezeigt, dass sie bessere Bedingungen für den Radverkehr wollen. Wer sichere Wege schafft, ermöglicht Kindern mehr Selbstständigkeit, Familien mehr Bewegungsfreiheit und allen Menschen, im Alltag klimafreundlich unterwegs zu sein.“

Münchner Oberbürgermeister bei der Sternfahrt
Dass die politische Symbolkraft der diesjährigen Sternfahrt besonders hoch war, verdankte sie auch Dominik Krause: Der Münchner Oberbürgermeister radelte in der Stadt mit – ein Signal, das über München hinaus wahrgenommen wurde. Bei der Abschlusskundgebung wandte er sich direkt an die Teilnehmenden. „Ich verstehe die Radsternfahrt als klares Signal an Politik und Verwaltung, dass sich viele Menschen eine sichere Fahrradinfrastruktur wünschen – ob für den eigenen Arbeitsweg, den Weg der Kinder in die Schule oder für die Fahrt zu Freunden oder in den Sportverein. Mir ist es deshalb wichtig, dass auch in finanziell herausfordernden Zeiten der Ausbau der Fahrradinfrastruktur weitergeht – mit einem Fokus auf Schulwegsicherheit und die Beseitigung von Radweglücken. Ich danke den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die die Sternfahrt erst möglich gemacht haben – und all denjenigen bei der Polizei oder in der Verwaltung, die zum sicheren Ablauf beigetragen haben.“

Forderungen: Sichere Radwege, jetzt
Unter dem Motto „Die Zukunft fährt Rad“ fordert der ADFC konkrete Maßnahmen: vom Kfz-Verkehr getrennte und lückenlose Radwege, geschützte Kreuzungen, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit, autofreie Zonen vor Schulen und Kitas sowie die konsequente Freihaltung von Geh- und Radwegen. Denn das größte Hemmnis beim Radfahren bleibt laut Studien die Unsicherheit auf den Straßen.

Kick van Walbeek


https://miesbach.adfc.de/neuigkeit/sternfahrt-nach-muenchen-am-14062026

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